1986-1991 - Brandstifter waren am Werk

Die Einsatzberichte der Tengener Wehr und ihrer Abteilungen zählen alljährlich eine Vielzahl unterschiedlichster Feuerwehreinsätze auf. Vom Entfernen eines Bienenschwarms vor dem Schlafzimmerfenster – eher feuerwehruntypisch -, über die Bergung von Verunglückten mittels Rettungsschere aus deren PKW, dem Löschen eines in Brand geratenen Fichtenbestandes, bis zur Beseitigung einer Ölspur reicht die vielfältige Palette. Nicht vergessen werden darf das Auspumpen von überschwemmten Kellern nach Unwettern.

In den Jahren 1986 bis 1996 galt es im Bereich der Tengener Wehr, vier Großbrände zu löschen.

Buckstraße Tengen - 16. August 1986

Gegen sechs Uhr morgens, es war Sonntag, wurden die Wehrmänner am 16. August 1986 zu einem Brand in der Tengener Buckstraße gerufen. Dort ist die Ökonomie eines landwirtschaftlichen Anwesens samt Stallung ausgebrannt. Ein Übergreifen der Flammen auf das angebaute Wohnhaus konnte durch den schnellen Einsatz gerade noch verhindert werden.

Rohrertalstraße Tengen - 18. August 1986

Die Aufräumungsarbeiten an diesem Brandherd waren noch nicht abgeschlossen, als die Feuerwehr bereits am darauffolgenden Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr erneut ausrücken musste. Wieder war im Ökonomiegebäude eines großen landwirtschaftlichen Betriebes in der Rohrertalstraße in Tengen ein Feuer ausgebrochen und hatte sich blitzartig ausgebreitet. Als die Wehr an den Brandherd kam, hatten sich die Flammen bereits über das Wirtschaftsgebäude ausgebreitet und auf ein Nachbargebäude übergegriffen.

Die Ökonomie mit Scheune und Stallungen brannte völlig nieder. Die gesamte Heu- und Öhmdernte wurde, wie beim Brand zwei Tage zuvor, vernichtet. 55 Stück Vieh konnten gerade noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Das angebaute Wohnhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Ein angrenzendes, seinerzeit leerstehendes Ökonomiegebäude ging ebenfalls in Flammen auf. Das dazugehörige Wohnhaus brannte vollkommen aus, die Bewohnerin wurde obdachlos.

Aus Engen kam damals die Überlandhilfe mit der angeforderten Drehleiter. Etwa 50 Wehrmänner waren am Brandherd im Einsatz. Selbst die Tengener Jugendfeuerwehr half nach besten Kräften mit. Der entstandene Schaden lag bei über einer Million Mark. Die Brandursache blieb bei beiden Bränden offen. Selbstzündung schied nach Feststellung des Sachverständigen in beiden Fällen jedoch aus.

Alte Mühle Blumenfeld - 11. Januar 1989

Ganz anders wiederum, war der Brand am 11. Januar 1989, als die Feuerwehr um etwa 20.00 Uhr nach Blumenfeld gerufen wurde. Lichterloh standen zwei Gebäude der Alten Mühle in Flammen. Später wurden mehrere voneinander unabhängige Brandherde ausgemacht. Brandstifter waren offenbar am Werk, konnten aber nie ermittelt und gefasst werden. Die ehemaligen Stallungen, Scheunen und Garagen waren bis auf ein paar Mauerreste auf den Boden völlig abgebrannt. Im Mühlengebäude richtete das Feuer hauptsächlich Schaden im Inneren des Hauses an. Damals waren 60 Feuerwehrleute aus Blumenfeld, Tengen und Engen im Einsatz, die ein Übergreifen des Feuers auf das naheliegende Sägewerk verhinderten und den Brand nach etwa eineinhalb Stunden unter Kontrolle hatten. Der angerichtete Schaden wurde mit weit über eine Million Mark beziffert.

Bibermühle Blumenfeld - 28. November 1991

Völlig ausgebrannt ist der Ökonomiemietteil der Blumenfelder Bibermühle am 28. November 1991, morgens um 3.50 Uhr. Das Gebäude stand vollkommen in Flammen als die Wehrmänner am Brandherd eingetroffen sind. Aber die Wehr konnte eine Übergreifen auf das Hauptgebäude verhindern. Gut 400'000 Mark hat der Schaden, vermutlich infolge Brandstiftung, damals betragen.